Somatotherapie

Pharmakotherapie
Die Pharmakotherapie erfolgt nach den neuesten Erkenntnissen der Schulmedizin. Medikamente werden im erforderlich notwendigen Maß verabreicht, wenn möglich unter Kontrolle des Medikamentenspiegels.

Schlafentzugsbehandlung und Lichttherapie

Schlafentzug wird in der Psychiatrie als Behandlungsverfahren bei Depressionen eingesetzt. Anwendung finden der partielle (teilweise) Schlafentzug (ab der zweiten Nachthälfte) und der vollständige Schlafentzug.

Diese Behandlungsmethode zählt zu den Standardbehandlungsmethoden in der stationären Depressionsbehandlung und findet zusätzlich zur medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung Anwendung, oftmals kombiniert mit der Lichttherapie.

Bei letztgenannter Therapieform handelt es sich um ein von der wissenschaftlichen Medizin anerkanntes Verfahren zur Behandlung von Depressionen und den damit oft verbundenen Schlafstörungen. Besonders wirkungsvoll ist diese Therapie bei der saisonal bedingten Depression, oft auch als  „Winterdepression“ bezeichnet. Doch sprechen nach neuen Erkenntnissen immer mehr Fakten für die Wirksamkeit bei allen Depressionsformen.

Gymnastik, Sport und Physiotherapie

Gymnastik
Die Klinik bietet täglich Gymnastikstunden in unterschiedlichen Leistungsstufen gegen orthopädische Beschwerden, Schwächen des Herz-Kreislaufsystems, Übergewicht und Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit an. In verschiedenen Therapieräumen stehen von der Hockergymnastik über die Rückengymnastik, von der Funktionsgymnastik bis zum Krafttraining verschiedene Gymnastikformen zur Verfügung. Die Auswahl der jeweiligen Form trifft der behandelnde Arzt. 

Walking
Zum gesundheitsorientierten Ausdauertraining zählen die in Gruppen angebotenen Soft- und Power-Walking-Stunden mit oder ohne Nordic-Walking-Stöcken. 
Ziel des Ausdauertrainings ist die Verbesserung der Funktion des Herz- und 
Kreislaufsystems.

Physiotherapie
Bei der Physiotherapie unserer Klinik handelt es sich um funktionelle Krankengymnastik innerhalb der psychiatrischen Behandlung mit einem konkreten physiotherapeutischen Auftrag. Psychiatrische Patienten mit neurologischen, chirurgischen, orthopädischen, internistischen sowie gynäkologischen Begleiterkrankungen werden in Einzeltherapie mit vielseitigen Behandlungen gezielt therapiert. Die Einzeltherapie ermöglicht es, genau auf die momentanen, individuellen Fähigkeiten bzw. Bedürfnisse oder Schmerzen des Patienten einzugehen. Mit gezielten Übungen werden aus dem Gleichgewicht geratene körperliche Funktionen kompensiert bzw. wieder neu erlernt und dabei Anreize zu gesundheitlichem Verhalten gesetzt.

Konkrete Maßnahmen sind bei neurologischen Begleiterkrankungen (z.B. M. Parkinson, Multiple Sklerose) die Erhaltung von Mobilität und die Tonusregulierung, ferner Gangschulung, aktiv-assistierte Bewegungsübungen und Krankengymnastik nach BOBATH. Bei psychiatrischen Erkrankungen stehen im Vordergrund: Atemtherapie bei Patienten mit Angststörungen und Panikattacken (z.B. Dehnlagerung zur Entspannung der Intercostalmuskulatur und die Atemlenkung nach ventral, lateral und dorsal), Auftrainieren der Muskulatur bei Immobilität, Haltungsschulung und Massage bei verspannter Muskulatur mit den Zielen Stressabbau, Schmerzlinderung sowie Durchblutungsverbesserung und vegetative Stabilisierung, Verbesserung des allgemeinen Bewegungsflusses, Sturzprävention und Gleichgewichtsschulung bei gerontopsychiatrischen Patienten, Anleitung zum Selbstüben durch gezielte Übungsprogramme und damit Anleitung zum eigenverantwortlichen Handeln.